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“Harris war der Erste, den ich im Rapgame kannte. Wir hatten uns, kurz nachdem ich das Krankenhaus verlassen hatte, in der Kochstraße beim Billardspielen kennengelernt. Mir eilte bereits mein Ruf voraus: Der Deutsche, der sich mit Nazis geprügelt und dabei fast ein Auge verloren hat. Das nennt man dann wohl Street-Credibility.”
Halt die Fresse - Herzstückverlag

Halt die Fresse
Die Geschichte von Axel und Rap
Johannes Finke und Axel Roschlock


220 Seiten, Taschenbuch
VÖ 10.09.2020, 19,90 EUR
ISBN 9783982214184

Das Who is Who der deutschen Rap-Szene dreht seit 2009 Musikvideos für Halt die Fresse. Von Alligatoah bis Jan Delay, von Fettes Brot bis K.I.Z., von Sido bis Xatar. Rapper wie Haftbefehl, Olexesh und Capital Bra wurden durch das YouTube-Format erstmals einem größeren Publikum bekannt. Dieses Buch erzählt die Geschichte von Axel Roschlock, dem Mann hinter der Kamera, dem "einzig wahren Gangster bei Halt die Fresse" (Toni der Assi).

Die späten Achtziger. Noch teilt die Mauer Berlin in Ost und West. Auf der Straße und in den Kreuzberger Jugendclubs hört und tanzt man zu Rap aus New York oder L.A.. An den Wänden markieren die ersten Crews ihre Reviere. Nach US-amerikanischen Vorbild entstehen Gangs. Die 36er in Kreuzberg. Die Black Panther im Wedding oder Spinne 44 in Neukölln. Dann fällt die Mauer. Axel zieht mit seiner Mutter in die Nähe vom Südstern. Axel ist fünfzehn. Der Kiez am Halleschen Ufer wird sein Zuhause. Axel und seine Clique, ein bunter Haufen aus Schwarzen, Arabern, Bulgaren, Russen, Türken, Kurden und Deutschen, allesamt Berliner Kids, zumeist hier geboren und aufgewachsen, sind jetzt als Gang rund um das Hallesche Tor unter dem Namen ICT unterwegs, “It’s Crime Time”.

Axel verliert bei einer Schlägerei mit Nazis fast ein Auge. Fortan ist der “der Deutsche, der sich mit den Nazis geprügelt hat”. Man hängt rum, spielt Billard, zieht Leute ab, verkauft Drogen, versucht Mädchen zu imponieren und hört die Musik von N.W.A., Tupac und Public Enemy. Zum Repertoire der Gang gehört bald auch das sogenannte “Auto-Bomben”. Eine Hand auf die Scheibe, in der anderen ein geklauter Nothammer. Dann nur noch zuschlagen, Handy, Handtasche oder Laptop krallen und auf dem Rad das Weite suchen. Mit den Jahren wird es zu Routine und zur sicheren Einkommensquelle.

Mit dem Geld kauft sich Axel seine erste Kamera und fängt an zu filmen. Er hält einfach drauf, wenn die Kumpels vor der Kamera Blödsinn machen. Über den Rapper Harris lernt er die Regisseurin Niki Drakos kennen, bei der er zum ersten Mal an einem Schnittpult sitzt. Gelegentlich assistiert er dem Fotografen Andreas Mühe. Doch das schnelle Geld am Straßenrand winkt weiter. Eines Tages sieht Axel beim Griff nach der Handtasche auf dem Sitz eines am Straßenrand geparkten Wagens, dass der Schlüssel steckt. Er bekommt für den siebzigtausend Euro teuren Wagen zehntausend Euro und verballert die Hälfte davon in der ersten Nacht. Dann stürmt die Poizei seine Wohnung. Doch statt in den Regelvollzug zu wandern, bekommt er eine Festanstellung bei dem Musiklabel Aggro Berlin und wird Teil des Phänomens Deutschrap.


Über die Autoren

Axel Roschlock ist einer der wichtigsten Fotografen und Filmemacher der deutschen Hip-Hop-Szene. Mit dem Musikvideo-Format "Halt die Fresse" verhalf er Rappern wie Haftbefehl, Olexesh und Capital Bra zum Durchbruch. Auch selbst stand er bereits vor der Kamera, u.a. in Videos von Sido und als eine der Hauptrollen neben Frederick Lau und Emilia Schüle im epischen Musikfilm "Antimarteria" des Rappers Marteria. Axel Roschlock ist Vater einer Tochter, lebt im Berliner Bezirk Neukölln.

Johannes Finke veröffentlichte gemeinsam mit Julia Schramm "Es muss Liebe sein", eine Sammlung von digitalen Beleidigungen und Drohungen. Zusammen mit Specter erarbeitete er das Drehbuch zum Musikfilm Antimarteria. Er schrieb für Spex, Vanity Fair und die Pet Shop Boys. Zuletzt drehte er Musikvideos. Johannes Finke lebt in Kreuzberg an der Grenze zu Schöneberg und ist Mitbetreiber der legendären Bravo Bar in der Torstrasse.

Folgt den Autoren auf Instagram:

www.instagram.com/axellent361
www.instagram.com/johannesfinke

Presse

Die Berliner Zeitung über "Die Geschichte von Axel und Rap"


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